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    Pro Kind Sachsen
                

Übersicht
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Auftraggeber

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
Pro Kind ist Teil des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Projektträger

Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

Projektleitung

Margot Refle – Projektleiterin
Garnet Helm – Stellvertretende Projektleiterin
Marion Schindler - Projektmitarbeiterin bis Mai 2011
Sandra Geisler - Projektmitarbeiterin ab Mai 2011
Peter Hannich - Projektassistenz

Förderung

Praxisprojekt
· Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Begleitforschung:
· Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
· Reimann-Dubbers Dürr Stiftungen
· TUI Stiftung
· Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Sponsoren
· Ravensburger Spieleverlag


Projetklaufzeit

08/2007 – 06/2012

Konzept

Pro Kind Sachsen erprobt die Umsetzung des Nurse-Family-Partnership-Programmes (NFP), das in den USA erfolgreich praktiziert wird.

dokument NFP Zusammenfassung (PDF 230 KB)

Das Frühpräventionsprojekt Pro Kind stärkt die elterlichen Kompetenzen von Müttern und Vätern in schwierigen Lebenslagen. Es vermittelt konkrete theoretische und praktische Kenntnisse, die Eltern dazu befähigen, Verantwortung für ihre Lebensplanung, ihre Gesundheit und die ihres Kindes zu übernehmen. Es unterstützt Eltern darin, eine emotionale Bindung zu ihrem Kind aufzubauen und ihr Kind altersadäquat in seiner Entwicklung zu fördern. Dabei verfolgt Pro Kind einen beziehungsorientierten Ansatz.

Begleitung
Das Ziel des Projektes war das gesunde körperliche, geistige und seelische Aufwachsen von Kindern zu fördern und zu einem effektiven Schutz des Kindeswohls beizutragen.
In der Begleitung wurde mit folgenden Zielen gearbeitet:
· Gesundheitsförderung
· Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz
· Entwicklungsförderung des Kindes
· Soziale Integration
· Berufliche Integration

Varianten der Begleitung
In der Begleitung der Familien wurden zwei Varianten erprobt:
· durchgängige Begleitung der Teilnehmerinnen durch eine Hebamme
· Begleitung der TeilnehmerInnen im Team von einer Hebamme und einer SozialpädagogIn
 
Zugangswege
Das Projekt stand vor der Aufgabe, in der Frühschwangerschaft Kontakt zu  Schwangeren in schwierigen Lebenssituationen herzustellen und sie zur Teilnahme zu motivieren.
Dazu wurden verschiedene Zugangswege genutzt:
· Öffentlichkeitsarbeit
· lokal verortete KoordinatorInnen an den Modellstandorten
· Multiplikatoren gewinnen Schwangere für das Projekt
· geschlossene Vermittlungskette zwischen Erstkontakt und Aufnahme
· aufsuchendes, freiwilliges Angebot
· zielgruppenadäquater methodisch - didaktischer Ansatz
 
Hausbesuchsprogramm
Zur Begleitung der Familien wurde ein teilstrukturiertes und curricular aufgebautes Konzept verwendet. Dieses Programm bot den FamilienbegleiterInnen Leitfäden und Materialien mit Themen für die Lebensphasen Schwangerschaft und das erste und zweite Lebensjahr.
Die Hausbesuche wurden wöchentlich bis 14-tägig durchgeführt beinhalteten die Themenbereiche:
 
· persönliche Gesundheit
· gesundheitsförderliche Umgebung
· Lebensplanung und –gestaltung
· Mutterrolle, Vaterrolle, Elternrolle
· Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz
· Familie, Bekannte und Freunde
· soziale Dienste und Gesundheitsversorgung
 
Materialien
Die Inhalte des Programms waren in drei Handbüchern mit gleichem Aufbau gegliedert:
· Handbuch für die Schwangerschaft
· Handbuch für das Säuglingsalter
· Handbuch für das Kleinkindalter
Ergänzende Bausteine speziell für die Stärkung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz der Eltern in Form eines Elternkurses bot das amerikanische Material Partners in Parenting Education (PIPE) verantwortet von der gemeinnützigen Organisation HOW TO READ YOUR BABY (HTRYB).
 
Begleitkonzept für Fachkräfte
Zur Umsetzung des Pro Kind Konzeptes wurden die FamilienbegleiterInnen in Form von Fortbildungen und Fachberatungen qualifiziert.
Die Qualifizierungen waren:
· berufsbegleitend
· basierten auf einem modularen Curriculum (Grundmodul 15 Tage, und 8 ergänzende Module).

Fachberatungskonzept:
Das Fachberatungskonzept war zentraler Bestandteil der Programmumsetzung und fand in Form von regelmäßigen Team- und Einzelberatungen und Fallbesprechungen statt. Es diente dem (inter-)professionellen Austausch, der Kompetenzentwicklung und Qualitätssicherung.
 
dokument Zusammenfassung Konzept (PDF 40 KB)

Projektablauf

Vorbereitung  August 2007 – Dezember 2007
Das Pro Kind Projekt startete mit einer Vorbereitungsphase von knapp 5 Monaten, die vorrangig zum Aufbau der Projektstruktur an den ursprünglich 5 Standorten genutzt wurde. Dies beinhaltete die Auswahl der freien Träger, SozialpädagogInnen und Hebammen an den einzelnen Standorten. Zudem wurde die Pro Kind Fortbildung koordiniert und terminiert. Parallel dazu begann die Öffentlichkeitsarbeit zur Teilnehmerakquise. Dazu wurde mit den KoordinatorInnen der Netzwerke für Kinderschutz  zusammengearbeitet.

Aufnahmephase Januar 2008 – Juni 2009 ( nach Verlängerung bis Dezember 2009)
Die Aufnahme von Teilnehmerinnen für das Projekt begann Anfang Januar 2008.
Insgesamt gestaltete sich der Anfang der Aufnahmephase schwierig, da zuerst  genügend Multiplikatoren informiert und gewonnen werden mussten, die dann wieder ins Projekt passende Schwangere vermittelten. Schnell stellte sich heraus, dass der klassische Vermittlungsweg über die Weitergabe von Flyern nur zum Teil Erfolg hatte. Erfolgreicher war die direkte Vermittlung der potentiellen Teilnehmerinnen über eine Einverständniserklärung zur Datenweitergabe an den Projektträger. Dies machte es dem Projektteam beim Träger möglich, von Anfang an einen aufsuchenden Ansatz zu verfolgen und so im Laufe der Zeit genügend Teilnehmerinnen zu gewinnen.
Nach einer Verlängerung der Aufnahmephase und Erweiterung der Aufnahmeorte (Heidenau, Pirna und der Großraum Meißen Radebeul) konnte das Ziel, 250 Projektteilnehmerinnen zu gewinnen, erreicht werden.
Parallel zu den Aufnahmen ins Projekt starteten die Begleitungen im Hausbesuchsprogramm sowie die Qualifizierung der FamilienbegleiterInnen.

Durchführungsphase Januar 2008 – Dezember 2011 ( Verlängerung bis Juni 2012)
Die Durchführungsphase des Hausbesuchsprogrammes begann ebenfalls im Januar 2008 mit der Begleitung der ersten Schwangeren. Sie endet nach der Verlängerung im Juni 2012 mit dem 2. Geburtstag des zuletzt geborenen Kindes.
Parallel zu den Hausbesuchen fanden die Forschungsinterviews, die Testungen und die Auswertung der Daten statt. Diese wurden fortlaufend bis zur letzten Begleitung weitergeführt.
 
Abschlussphase  Mai 2010 – Juni 2012
Die Abschlussphase begann mit dem ersten Kind, das 2 Jahre alt wurde im Mai 2010 und endete im Juni 2012 mit der letzten Familie, deren Kind zwei Jahre alt wurde.
Die Abschlussveranstaltung fand für das Projekt Pro Kind gemeinsam mit dem Teilprojekt Netzwerke für Kinderschutz am 28.November 2011 statt.
 
dokument Tagungsdokumentation der Abschlusstagung Teil 1
dokument Tagungsdokumentation der Abschlusstagung Teil 2
 
Auf Grund der Verlängerung der Projektphase von Januar 2012 – Juni 2012 konnten alle Familien die Begleitung bis zum 2. Lebensjahr erhalten und alle relevanen Daten für die wissenschaftliche Begleitforschung erhoben werden.

Fotoausstellung

Eindrücke in die Projektpraxis von Pro Kind Sachsen gibt die Fotoausstellung „Frühe Hilfen bieten Perspektiven – Pro Kind Sachsen“

link Infotafeln (Flickr)
link Falltafeln (Flickr)

Erste Ergebnisse

Bereits während des Projektes wurden fortlaufend erste Ergebnisse auf jährlichen Landesfachtagungen und weiteren Veranstaltungen veröffentlicht:
 
link Tagungsdokumentationen der Landesfachtagungen
 
Marcè-Tagung "Brücken bauen" 10./11.09.2010 in Dresden
dokument Fachvortrag Pro Kind (PDF 3MB)
 
14. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 07.-09.09.2011 in Stuttgart
dokument Fachvortrag Prof. Jungmann (PDF 952 KB )
dokument Fachvortrag Dr. Lutz (PDF 1,4 MB)
dokument Fachvortrag M. Refle (PDF 571 KB)
 
World Association for Infant Mental Health (WAIMH) 30.06. - 03.07.2010 in Leipzig
dokument Fachvortrag M.Refle (PDF 634 KB)
 
und in Fachzeitschriften publiziert:
dokument Liste der Publikationen (PDF 83 KB).

Wissenschaftliche Begleitforschung

Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) e.V.
Prof. Dr. Tanja Jungmann, PD Dr. Peter Lutz
Universität Leipzig
Prof. Dr. Kai von Klitzing
 
Erstmals in Deutschland gab es zu einem sozialwissenschaftlichen Projekt eine umfangreiche Begleitforschung in Form eines randomisierten Kontrollgruppendesigns. Es umfasste die Bereiche Implementationsforschung, Biopsychosoziale Evaluation und Kosten-Nutzen-Analyse. Daraus ist ein Datensatz von über 750 Familien erhoben worden, der weiteren längsschnittlichen Untersuchungen zur Verfügung steht. 
 
dokument Die Begleitforschung (PDF 714 KB)
dokument Jahresbericht Forschung 2007 (PDF 230 KB)
dokument Jahresbericht Forschung 2008 (PDF 886 KB)
dokument Jahresbericht Forschung 2009 (PDF 995 KB)
dokument Jahresbericht Forschung 2010 (PDF 297 KB)
dokument Jahresbericht Forschung 2011 (PDF 345 KB)

Ab Herbst 2012 wird das Implementationshandbuch veröffentlicht.

Projektbeirat

Erfurt, Dr. med. Christine  - TU Dresden
Geier, Dr. Berthold  - Jugendamt Vogtlandkreis 
Haller, Siegfried  - Jugendamt Leipzig 
Heinisch, Birgit  - Sächsisches Landesjugendamt
Helming, Elisabeth  - Deutsches Jugendinstitut
Kretschmar-Zimmer, Grit  - Sächsischer Hebammenverband  
Lippmann, Claus  - Jugendamt Dresden 
Mäser, Oliver  - LIGA der freien Wohlfahrtspflege
von Klitzing, Prof. Dr. med. Kai  - Universität Leipzig  
Knupfer, Dr. Stefan - AOK Plus 2007 - 2010
Walz, Ottmar  - AOK PLUS 2011/2012 - jeweils vertreten durch Tschirch, Frank
Pfeifer, Thomas  - Jugendamt Landkreis Leipzig    
Specht, Ursula  - Sächsisches Landesjugendamt

Abschlussbericht

dokumentProjektbericht Pro Kind (PDF 1,3 MB)